Folge 1: CONNOR HERSON IN NORWEGEN
17. März, Innsbruck – In der ersten Folge der vierteiligen Serie Born From the Climbing Life reist der Black Diamond Athlet Connor Herson nach Jøssingfjord in Norwegen. Dort trifft er auf Babsi Zangerl, um gemeinsam der Frage nachzugehen, was es wirklich bedeutet, „für das Klettern geboren“ zu sein. Zusammen nehmen sie zwei markante Risslinien in Angriff, die die berühmte Profile Wall durchziehen.
Los geht es mit Crown Royale (9a), eine der schwersten Trad-Routen der Welt. Klettergeschichte zu schreiben ist keine einfache Sache. Für den Black Diamond Athleten Connor Herson gibt es nur einen Weg zu einem Vermächtnis, das die Zeit überdauert. Er führt über die Maßstäbe, die vor ihm gesetzt wurden. So entstand die Idee zu Connors Reise nach Norwegen. Mit zwei der schwersten Trad-Routen der Welt direkt nebeneinander an der Profile Wall ist das Jøssingfjord-Gebiet heute der ultimative Härtetest für die Elite im Trad-Klettern.
Babsi Zangerl beschreibt, was das Klettern in Norwegen – und das traditionelle Klettern an sich – so besonders macht:
„Das traditionelle Klettern hat in Norwegen eine lange Tradition. Die Linien sind klar und ästhetisch. Die meisten Routen haben noch nicht mal einen Stand am Ausstieg. Das ist ein echt cooler Stil. Man kann die Routen genau so klettern, wie sie in den Anfangszeiten erstbegangen wurden. Das bringt nicht nur viele zusätzliche Herausforderungen mit sich, sondern fördert auch die eigene Entwicklung im Klettern enorm. Man sichert die Routen mit allen möglichen Klemmgeräten – Nuts, Camalots, Ball Nuts, Beaks– und lässt dabei der eigenen Kreativität freien Lauf. Das Ziel ist es, eine Route vollständig clean zu klettern. Alle Sicherungen werden im Vorstieg während des Kletterns gelegt, ohne sie als technische Hilfe zu nutzen.
Dadurch wird das Klettern vielseitiger, mental anspruchsvoller und man lernt, Risiken realistisch einzuschätzen. Wenn es ernst wird, kann es sehr schwierig sein, Gefahr und Angst auszublenden und sich ganz aufs Klettern zu konzentrieren. Genau das macht unseren Sport so vielfältig und spannend. Wer sich in diesem Spiel wohlfühlt, mit allen Sicherungsarten vertraut ist und bereits ein paar Stürze erlebt hat, kann sogar mehr Spaß daran finden als am bloßen Einhängen von Bohrhaken.
Dazu kommt, dass Routen einen viel tieferen Eindruck hinterlassen, wenn man nicht nur die körperliche Anstrengung, sondern auch den eigenen inneren Widerstand überwinden musste. Diese Erfahrungen bleiben besonders eindrücklich und unvergesslich in Erinnerung.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese traditionelle Form des Kletterns schützen und als wichtigen Aspekt der Kletter-Ethik für zukünftige Klettergenerationen erhalten sollten. Unsere Gesellschaft treibt uns ständig dazu an, schneller, leistungsfähiger, belastbarer und besser zu werden. Aber geht es nicht genauso sehr um Erfahrungen, die uns wachsen lassen? Erfahrungen, die ganzheitlicher und letztlich wertvoller sind als der nächste Rekord?“
Manchmal zählt weniger das Ergebnis, als vielmehr die Herangehensweise und der persönliche Stil auf diesem Weg.
Pressekontakte
DE: Anna Lacedelli : anna.lacedelli@outkomm.com
Über Black Diamond
Black Diamond Equipment entwickelt innovative Produktlösungen zum Klettern, Wandern, Bergsteigen, Trailrunning und Skifahren, die begeistern. Black Diamond mit Sitz in Salt Lake City (Utah, USA) und Innsbruck (Österreich) hat sich für sein Engagement zur Verbesserung der Sicherheit in den Bergen einen Namen gemacht und einige der revolutionärsten und fortschrittlichsten Ausrüstungsgegenstände entwickelt, um Menschen beim Bergsport optimal zu unterstützen. Das Unternehmen betreibt aktiven Umweltschutz durch die Einführung und Umsetzung nachhaltigerer interner Prozesse – insbesondere im Hinblick auf Materialien, Produktzertifizierung, Herstellung und Transport sowie durch die Unterstützung lokaler und internationaler Umweltverbände.